vom 04.11.2014

5. Regionalkonferenz Rechtsextremismus am 15.11.2014 im Ganztageszentrum in Bargteheide

"Gemeinsam in der Region gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen"

Rechtsextremismus verstehen, erkennen und bearbeiten gelingt nur, wenn man die regionalen Bezüge und Vernetzungen von Neonazis einbezieht und zur Grundlage einer gemeinsamen regionalen Arbeit erhebt. In diesem Sinne wirkt die in Ratzeburg angestoßene Initiative einer kreis- und länderübergreifenden "Regionalkonferenz Rechtsextremismus". Sie konnte bereits viermal an unterschiedlichen Orten mit großen Teilnehmerzuspruch durchgeführt werden, letztmalig im vergangenen Frühjahr mit rund 100 Teilnehmern in Grevesmühlen. Ihr Ziel ist es, in der Region Stormarn, Lübeck, Lauenburg, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust und auch darüber hinaus einen Austausch und eine Zusammenarbeit von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zu etablieren, die sich in ihren jeweiligen Bereichen gegen Rechtsextremismus engagieren. Ihr Ziel ist es aber auch, den aktiven Widerstand gegen Rechtsextremismus in der Region sichtbar zu machen.

Auf Einladung des Landkreises Stormarn, der Stadt Bargteheide, des Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, des RAA Regionalzentrums für demokratische Kultur Westmecklenburg (Ludwigslust), des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein und des Ratzeburger Bündnisses wird dieser Prozess, aus dem sich schon viele enge Kooperationskontakte ergeben haben, am 15.11.2014 im Ganztageszentrum in Bargteheide fortgesetzt. Wiederum wurde ein vielfältiges Workshopspektrum organisiert, welches das wandelbare Phänomen des Rechtsextremismus einen Tag lang aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. "Virtueller Rechtsextremismus im Internet" wird ebenso in den Fokus genommen wie "Europäischer Rechtspopulismus". "Der Umgang mit rechtsextremen Kommunalvertretern" und "Alltagsrassismus" sind weitere Themen. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf das aktuelle Thema "Flüchtlinge im Fokus von Rechtsextremisten" ebenso wie auf die praktische Arbeit für eine starke Demokratie mit dem Methodenworkshop "Demokratiepädagogik im Schulunterricht" gelegt. Für alle Workshops konnten fachkundige Referentinnen und Referenten von der Amadeu-Antonio-Stiftung und dem Projekt "no-nazi.net", der Arbeitsstelle Rechtsextremismus Magdeburg Miteinander e. V., der Universität Rostock , dem "mobilen demokratietheater", der Organisation Arbeit und Leben Hamburg sowie dem Büro des Flüchtlingsbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein gewonnen werden, die einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz miteinbringen können.

Eröffnet wird die Regionalkonferenz mit einem Einführungsvortrag von Serpil Midyatli, AWO-Landesverband (MdL), zum Thema "Alltagsrassismus erkennen und begegnen".

Die Regionalkonferenz steht einem interessierten Fachpublikum aus Politik, Schulen und Jugendeinrichtungen, kirchlichen Stellen, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen gegen Rechtsextremismus aber auch interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei offen. Anmeldungen werden von Mark Sauer vom Ratzeburger Bündnis unter sauer@ratzeburg.de entgegen genommen. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

5._Regionalkonferenz_-_Inhalte_und_Ablaufplan3.pdf (330 KB)

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